Evaluation

Evaluation als ein Instrument der Qualitätssicherung bedient sich ausgewählter Methoden der empirischen Sozialforschung, um gezielt zu messen, zu bewerten und zu verbessern. Sie kann für Projekte, Programme, Schulungsmaßnahmen oder ganze Organisationen eingesetzt werden. Evaluationen orientieren sich an der Praxis, nicht an wissenschaftlichen Interessen.

Als Prozess ist Evaluation ebenso zielorientiert wie anwendungs- und nutzenorientiert. Der Evaluationsbericht fasst die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Evaluationsprozess zusammen und gibt Anregungen und Hilfestellung für die Umsetzung in der Praxis.

Die Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) hat Standards festgelegt, denen eine Evaluation gerecht werden soll. Diese Standards betreffen die Nützlichkeit einer Evaluation, deren Durchführbarkeit, die Fairness im Prozess und die Genauigkeit der Evaluation (siehe unter www.degeval.de).

Eine solch qualitätsorientierte Evaluation kann

  • gestaltenden, begleitenden Nutzen haben (formative Evaluation) oder
  • einen Prozess an seinem Ende bewerten (summative Evaluation).

Die formative Evaluation wirkt am und im Prozess mit, sie nimmt Teil an der Entwicklung des zu untersuchenden und bewertenden Programms, der Maßnahme etc. und fördert so die Entwicklung. Eine summative Evaluation liefert wichtige Hinweise für die Fortführung oder die Wiederholung eines Programms.

In der täglichen Praxis sind Evaluationen deshalb konfliktträchtig, da im Prozess der Begleitung meist immer wieder neu zu definierende Sachverhalte und Situationen auftreten und dann im Konsens die nächsten Schritte der Studie festgelegt werden müssen.

    © Keller-Ebert